Seiten in anderer Sprache:

Druckansicht aufrufen:

Suchbegriff eingeben:

Hauptnavigation:

Unternavigation:

Das Rathaus von Greiffenberg (Gryfow Slaski), Fot. Andrzej Paczos. 

Die Neuwarnsdorfer Queisbrücke, ein 200 m langer Fußgänger-Steg. Fot. Mariusz Dragan. 

Samstag, 24. August 2019
Im Durchbruchtal des Queis - Wanderung

In der Reihe "Wandern in Schlesien" nimmt Sie der Geograf und Reiseleiter Andrzej Paczos auf eine Wanderung entlang des Queis.

Aus dem Isergebirge kommend fließt der Fluss Kwisa (Queis), der größte Zufluss vom Bóbr (Bober), bis zu seiner Mündung generell nordwärts. Nur zwischen Gryfów Śląski (Greiffenberg) und Leśna (Marklissa) richtet er sich nach Westen. Hier hat er sich ein krummes, tiefes und enges Tal geschnitten. Steile Talhänge bilden natürliche Wände für zwei Stauseen welche vor etwa hundert Jahren nach dem Bau der Talsperren von Złotniki Lubańskie (Goldentraum) und Leśna (Marklissa) entstanden. Bis heute schützen sie die tiefer gelegenen Gebiete im Norden vor dem Hochwasser. Zwei kleine Wasserkraftwerke unterhalb der Talsperren besitzen noch originale Ausstattung. Am oberen Ende des Bruchtales befindet sich das schlesische Städtchen Gryfów Śląski (Greiffenberg) mit der schönen Kirche der Hl. Hedwig, dem alten Rathaus mit einem Minaretten-ähnlichen Betonturm und vielen Renaissance- und Barockhäusern am Markt. Am unteren Ende des Bruchtales liegt hingegen das oberlausitzische Industriestädtchen Leśna (Marklissa). In der Mitte zwischen den beiden Orten entstand im 17. Jh. ein winziges Bergstädtchen Goldentraum. Es ist nicht viel größer als sein Markt. Die meisten Touristen, die in diese Gegend kommen, kennen diese Sehenswürdigkeiten nicht. Sie besuchen nur die bekannteste Attraktion – die gut erhaltene, mittelalterliche Burg Czocha (Tschocha). Sie steht auch im Programm unserer Wanderung entlang des Durchbruchtales von Kwisa.

Route: Mit dem Bus nach Gryfów Śląski (Greiffenberg), dann zu Fuß vom Markt westwärts, Fußgängerbrücke in Karłowice, am linken Queisufer, Złotniki Lubańskie (Goldentraum), Zapora Złotnicka (Talsperre Goldentraum), Feldweg am Waldrand bis zum Stausee von Leśna (Marklissa), Gasthof „Gościniec Buckich“ in Stankowice (Rengersdorf), Anlegestelle „Izery”, Burg Czocha (Tzschocha), Talsperre und Markt in Leśna (Marklissa), mit dem Bus zurück nach Görlitz. Mit dem Bus ca. 95 km, zu Fuß ca. 15 km, ohne relevante Höhenunterschiede.

Die Exkursion ist ein Angebot des Kulturrefereats für Schlesien und des Görlitz-Tourist. Info und Anmeldung bei: Görlitz-Tourist, Klosterplatz 4, 02826 Görlitz, Tel. 03581 764747, Fax 03581 764848, E-Mail: m.buchwald@goerlitz-tourist.de

Veranstaltungshinweis: Am 22. August 2019 um 18 Uhr hält Andrzej Paczos, Geograf und Reiseleiter, einen Vortrag zum Thema "Durchbruchtal des Queis" im Schlesischen Museum zu Görlitz, Eingang Fischmarkt 5, Eintritt 3 Euro.